Welche Nebenwirkungen kann das Verschlucken von Kratom haben?
Sollte es zu einem versehentlichen Verschlucken von Kratom kommen, können verschiedene Kratom Nebenwirkungen auftreten. In diesem Artikel beschreiben wir die am häufigsten in der Literatur erwähnten Nebenwirkungen von Kratom und geben Empfehlungen, wie man damit umgehen kann. Dabei fließen Recherche sowie unsere eigenen Erfahrungen als auch die unserer Kunden mit ein. Somit findet ihr hier möglicherweise auch Tipps, die anderswo im Netz nicht zu finden sind. Seid also gespannt das ein oder andere zu lernen!
Bevor ihr weiterlest, könnte euch auch unsere Übersicht über die verschiedenen Kratom-Sorten interessieren, da die Nebenwirkungen je nach Sorte variieren können: Kratom-Sortenkunde: Alle Sorten und Strains im Überblick.
📅 Veröffentlicht: 09.03.2024 · Aktualisiert: 14.06.2026
⏱ Lesedauer: 6 Minuten
Magen- und Darmbeschwerden
Eine der am weitesten verbreiteten Nebenwirkungen beim Verschlucken von Kratom ist die negative Beeinträchtigung des Magen- und Darmtrakts. Es gibt mehrere Eigenschaften von Kratom, die sowohl Probleme im Magen als auch anschließend in der Verdauung verursachen können. Da Kratompulver ausschließlich aus kaum verdaulichen Blättern hergestellt wird, besteht es hauptsächlich aus Ballaststoffen, die normalerweise eine wichtige Rolle für die Verdauung spielen und sie sogar positiv unterstützen können. Eine übermäßige Aufnahme von Ballaststoffen hat jedoch eine gegenteilige Wirkung und führt in der Regel zu Verstopfung und Blähungen. Da Kratompulver im Grunde reine Ballaststoffe sind, reichen bereits kleine Mengen aus, um Probleme zu verursachen.
Ein weiterer Grund für Verstopfung durch Kratom ist, dass es den Körper stark dehydrieren kann. Dehydration führt oft auch zu Verdauungsproblemen, insbesondere wenn zusätzlich übermäßig Ballaststoffe eingenommen werden. Darüber hinaus klagen viele Menschen, die versehentlich Kratom eingenommen haben, darüber, dass ihre Mägen durch das Pulver gereizt wurden und sie infolgedessen Probleme wie ein flaues Magengefühl oder Sodbrennen bekommen haben.

Behandlung:
Solltest du als Folge des Verschluckens von Kratom Magen- und Darmbeschwerden haben, ist es wichtig, viel Wasser oder falls vorhanden isotonische Getränke zu dir zu nehmen. Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme hilft, Dehydration zu vermeiden, und unterstützt auch eine gesunde Verdauung, indem sie die übermäßigen Ballaststoffe „verdünnt”. Frisches Obst und Gemüse können ebenfalls die Verdauung ankurbeln und für ein besseres Wohlbefinden sorgen. Wenn du Magenprobleme hast, ist es ratsam, vorübergehend auf besonders saure, salzige oder scharfe Speisen zu verzichten, um den Magen zu beruhigen. In der Regel verschwinden so die Nebenwirkungen innerhalb von 24 Stunden.
Benommenheit, Schwindel und Übelkeit

Kratom enthält eine Vielzahl von Alkaloiden, darunter Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, die psychoaktive Wirkungen entfalten können. Diese Verbindungen haben die Fähigkeit, das zentrale Nervensystem, also das Gehirn, zu beeinflussen und dadurch Benommenheit und Schwindel auszulösen. In extremen Fällen kann die Einnahme dieser Substanzen zu einem Zustand führen, der sich ähnlich wie ein schwacher Kreislauf anfühlt. Doch keine Sorge, die einmalige Einnahme dieser Stoffe führt zu keinen langfristigen Folgen. (Quelle: BfR-Mitteilung 032/2025: Kratom-Zubereitungen – Einnahme kann Gesundheitsbeschwerden hervorrufen)
Benommenheit, Schwindel und Übelkeit können auch durch Wechselwirkungen mit anderen Substanzen wie Medikamenten oder Drogen auftreten. Vor allem, wenn bereits Symptome vorhanden sind, sollte die Einnahme von Kratom vermieden werden. Auch das Rauchen oder Vapen von Kratom birgt erhebliche Risiken – mehr dazu findet ihr in unseren Artikeln: Kratom rauchen – Warum das keine gute Idee ist und Kratom Vapes – Warum sie nicht funktionieren.
Behandlung:
Solltest du Benommenheit, Schwindel oder Übelkeit verspüren, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich hinzusetzen, um ein mögliches Schwindelgefühl zu mildern. Trinke reichlich Wasser, um den Körper zu hydrieren und die Symptome zu lindern. Vermeide es, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, da Benommenheit auftreten kann und deine Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein könnte. Falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern, suche bitte umgehend ärztliche Hilfe auf.
Dehydration und trockener Mund
Wie bereits erwähnt, kann das Verschlucken von Kratom den menschlichen Körper stark dehydrieren. Dehydration beeinträchtigt nicht nur die Verdauung, sondern auch viele andere Bereiche unseres Organismus. Ein trockener Mund ist beispielsweise das erste Anzeichen für Dehydration. Sollte die Dehydration über längere Phasen andauern, kann dies sich negativ auf das Hautbild auswirken, insbesondere im Gesicht. Viele Menschen leiden dann unter trockener und schuppiger Haut sowie vermehrten Pickeln, Mitessern und Unreinheiten.
Des Weiteren sind auch die Blase und die Nieren von Dehydration betroffen, insbesondere bei Personen mit bereits bestehenden Nierenerkrankungen sollten hier besonders aufmerksam sein! Bei anhaltender Dehydration über einen längeren Zeitraum können sehr schmerzhafte Nierensteine entstehen und im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.
Behandlung:
Ob eine Dehydration vorliegt, kann leicht anhand von Symptomen wie trockenem Mund oder der Farbe des Urins festgestellt werden. Hier gibt es einen Artikel von der AOK, der dies noch einmal ausführlich erklärt. Es ist wichtig, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Am besten geeignet sind vor allem Wasser oder isotonische Getränke, die neben Flüssigkeit auch wichtige Salze und Mineralien liefern.
Auch die richtige Lagerung eures Kratoms kann dazu beitragen, unerwünschte Veränderungen im Produkt zu vermeiden. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Kratom kaufen und richtig lagern.
Verminderter Appetit

In Kratom sind Alkaloide enthalten, hauptsächlich Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, die bereits im Abschnitt über Benommenheit und Schwindel erwähnt wurden. Diese Alkaloide können auch das Hungergefühl beeinflussen, indem sie bestimmte Rezeptoren in unserem Körper ansprechen und aktivieren, die dann Signale an das Gehirn senden. Diese Signale können neben vielen anderen möglichen Effekten dazu führen, dass man sich weniger hungrig fühlt. (Quelle: Apotheken Umschau: Kratom – Behörde warnt vor hohen Risiken und Nebenwirkungen)
Neben dieser „biochemischen” Eigenschaft kann Kratom auch die Stimmung beeinflussen. Es kann für manche Menschen beruhigend wirken und dadurch Stress reduzieren. Manche Menschen essen möglicherweise aus Stress oder emotionalen Gründen mehr, als sie sollten. Wenn Kratom diese Gefühle mildert, könnte man weniger dazu neigen, aus Stress oder Emotionen heraus zu essen, was zu einem verringerten Appetit führt. Auch die bereits erwähnten Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt sowie andere Nebenwirkungen wie Schwindel können dazu führen, dass man aufgrund des dadurch entstehenden Unwohlseins keinen Appetit verspürt oder in diesem Zustand nur schwer Nahrung zu sich nehmen kann.
Behandlung:
Leider kann diese Nebenwirkung nicht wirklich behandelt werden. Die einzige Option nach dem Verzehr von Kratom ist es, abzuwarten, bis wieder ein Hungergefühl verspürt wird. Man kann versuchen, kleine, leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen, die möglicherweise leichter verträglich sind und den Magen nicht überlasten. Sollte man trotz Appetit keine Nahrung zu sich nehmen können, kann versucht werden, über Trinknahrung dem Körper etwas Nährstoffe und Kalorien zuzuführen.
Leberschäden
Das regelmäßige Verschlucken von Kratom kann leider in manchen Fällen zu Leberschäden führen, und das hat verschiedene Gründe. Einerseits enthält Kratom eine Vielzahl chemischer Verbindungen, darunter das bereits erwähnte Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin. Diese Substanzen können in der Leber metabolisiert werden, was bedeutet, dass sie dort verarbeitet werden. Bei diesem Prozess können jedoch auch schädliche Stoffe entstehen, die die Leber belasten. (Quelle: Ahmad, J. et al. (2021): Liver injury associated with kratom – Experience from the U.S. Drug Induced Liver Injury Network – Drug and Alcohol Dependence, PMC)

Ein weiterer Grund liegt darin, dass nicht alle Kratom-Produkte gleich sind. Einige könnten Verunreinigungen enthalten, sei es durch Pestizide, Schwermetalle oder andere toxische Substanzen. Wenn solche Substanzen in den Körper gelangen, muss die Leber sie abbauen, was zu Schäden führen kann. Aus diesem Grund führen wir bei unseren Produkten regelmäßige Labortests durch, um sicherzustellen, dass keine gefährlichen Verunreinigungen enthalten sind. Alle Informationen dazu und unsere Labortestergebnisse findest du hier.
Zusätzlich spielt die individuelle Veranlagung eine wichtige Rolle. Einige Menschen haben möglicherweise eine genetische Veranlagung für Lebererkrankungen oder bereits eine geschwächte Leberfunktion, was sie anfälliger für Schäden durch Kratom macht. Sollte es mit einer solchen Veranlagung also zum Verschlucken von Kratom kommen, ist besonders Vorsicht geboten! In diesem Fall ist es sehr ratsam, eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt durchführen zu lassen, um potenzielle Risiken und Folgen besser einschätzen zu können. (Quelle: Systematic Review: Liver Injury Associated With Kratom (Mitragyna speciosa) – PubMed, 2026)
Informiert euch auch über die aktuelle rechtliche Lage von Kratom in Deutschland, um stets auf dem neuesten Stand zu sein: Kratom Status in Deutschland 2026 – Ist Kratom 2026 legal in Deutschland?
Häufige Fragen zu Kratom Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen kann Kratom haben?
Zu den am häufigsten in der Literatur erwähnten Kratom Nebenwirkungen zählen Magen- und Darmbeschwerden (Verstopfung, Blähungen, Sodbrennen), Benommenheit, Schwindel und Übelkeit, Dehydration und trockener Mund, verminderter Appetit sowie bei regelmäßigem Verschlucken Leberschäden.
Was hilft bei Magen- und Darmbeschwerden durch Kratom?
Viel Wasser oder isotonische Getränke sowie frisches Obst und Gemüse helfen, die Verdauung zu unterstützen. Auf saure, salzige oder scharfe Speisen sollte vorübergehend verzichtet werden. In der Regel verschwinden die Beschwerden innerhalb von 24 Stunden.
Wie erkennt man eine Dehydration?
Die wichtigsten Anzeichen sind trockener Mund, dunkler Urin und Müdigkeit. Bei anhaltender Dehydration können sich auch Hautprobleme, Nierensteine und im schlimmsten Fall Nierenversagen entwickeln. Ausreichend Wasser und isotonische Getränke helfen, den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.
Kann Kratom die Leber schädigen?
Ja, regelmäßiges Verschlucken kann in manchen Fällen Leberschäden verursachen. Verunreinigungen durch Pestizide, Schwermetalle oder schlechte Verarbeitungsqualität verstärken das Risiko. Bei genetischer Veranlagung für Lebererkrankungen ist besondere Vorsicht geboten und ärztliche Untersuchung empfohlen.
Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
Wenn Symptome wie Benommenheit, Schwindel oder Übelkeit länger als 24 Stunden anhalten oder sich verschlimmern, sollte umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Das Gleiche gilt bei Verdacht auf Leberschäden oder bei bestehenden Vorerkrankungen.
Fazit – Kratom Nebenwirkungen im Überblick
Das versehentliche Verschlucken von Kratom kann eine Reihe unangenehmer Nebenwirkungen verursachen – von Magen-Darm-Beschwerden über Benommenheit bis hin zu langfristigen Leberbelastungen. Die meisten kurzfristigen Symptome lassen sich durch ausreichend Flüssigkeit, Ruhe und leichte Nahrung lindern. Wer regelmäßig Probleme verspürt oder anhaltende Symptome bemerkt, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Wichtig: Kratomheld verkauft Kratom ausschließlich als Farbstoff und botanisches Naturprodukt. Jede Charge wird in einem deutschen Labor geprüft. Mehr zu unserer Qualitätssicherung findest du auf der Laborseite.
- BfR-Mitteilung 032/2025: Kratom-Zubereitungen – Einnahme kann Gesundheitsbeschwerden hervorrufen
- Apotheken Umschau: Kratom – Behörde warnt vor Risiken und Nebenwirkungen
- Ahmad, J. et al. (2021): Liver injury associated with kratom – U.S. Drug Induced Liver Injury Network – PMC
- Systematic Review: Liver Injury Associated With Kratom (Mitragyna speciosa) – PubMed, 2026
- AOK: Dehydration – Symptome erkennen und behandeln
Stand: 14.06.2026






