Kratom Vape – Warum Kratom Vapes nicht funktionieren
In den letzten Jahren hat die Popularität von Kratom weltweit zugenommen. Doch trotz des wachsenden Interesses ist dringend zur Vorsicht geboten. Der Konsum von Kratom birgt erhebliche gesundheitliche Risiken und sollte generell vermieden werden – ganz besonders in neuen, nicht erprobten Darreichungsformen wie Kratom Vapes. In diesem Artikel erklären wir, warum Kratom Vapes nicht nur ineffektiv, sondern potenziell gefährlich sind – und warum das Inhalieren von Kratom insgesamt keine empfehlenswerte Option darstellt.
📅 Veröffentlicht: 16.09.2024 · Aktualisiert: 14.06.2026
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Inhaltsstoffe werden durch Hitze zerstört
Die wirksamen Bestandteile von Kratom, insbesondere die Alkaloide Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, sind extrem hitzeempfindlich. Beim Verdampfen werden sie durch die hohen Temperaturen (oft über 200 °C) größtenteils zerstört – der gewünschte Effekt bleibt aus, die inhalierten Rückstände sind unbekannt. Das macht Kratom-Vaping nicht nur ineffektiv, sondern auch potenziell schädlich (Quelle: Basiliere, S. & Kerrigan, S. (2020): Temperature and pH-Dependent Stability of Mitragyna Alkaloids – Journal of Analytical Toxicology, Vol. 44, Issue 4, S. 314–324).
Das gleiche Problem betrifft auch das Rauchen von Kratom – mehr dazu in unserem Artikel: Kratom rauchen – Warum das keine gute Idee ist.
Dosis und Technik ungeeignet
Für eine spürbare Wirkung wären beim Kratom hohe Wirkstoffmengen notwendig – weit mehr als bei Nikotin oder THC. Die kleine Füllmenge von Vape-Kartuschen reicht dafür niemals aus. Wer versucht, diese Dosis über Vapes aufzunehmen, setzt sich unnötigen Risiken aus, ohne einen echten Effekt zu erzielen.

Zusätzlich führt das Vapen zu einem extrem hohen Verbrauch an Liquid. Das ist nicht nur teuer, sondern erhöht auch die Menge der Stoffe, die in die Lunge gelangen – mit unklaren gesundheitlichen Folgen.
Gefährliche Inhaltsstoffe & EVALI
Um Kratom in Liquid-Form zu bringen, müssen chemische Lösungsmittel und Extraktionsstoffe eingesetzt werden. Diese Zusätze können beim Erhitzen toxisch werden. Inhaliert man diese Stoffe, kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden – insbesondere der Lunge – kommen. Kratom-Vapes sind also nicht nur sinnlos, sondern potenziell gefährlich.
In den USA wurde 2019 eine Welle schwerer Lungenverletzungen dokumentiert, die unter dem Namen EVALI (E-Cigarette or Vaping Product Use-Associated Lung Injury) bekannt wurde. Tausende Menschen mussten hospitalisiert werden, Dutzende starben. Hauptursache waren Zusatzstoffe wie Vitamin-E-Acetat, die beim Erhitzen toxische Verbindungen bildeten. Auch wenn EVALI primär mit THC-haltigen Liquids in Verbindung gebracht wird, zeigt der Fall deutlich: Nicht regulierte Vape-Produkte mit unbekannten Inhaltsstoffen stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Kratom-Vapes fallen genau in diese Kategorie – ungeprüft, unreguliert und potenziell gefährlich (Quelle: Chand, H. S. et al. (2020): Pulmonary Toxicity and the Pathophysiology of E-Cigarette, or Vaping Product, Use Associated Lung Injury – PMC / National Library of Medicine).

Was sagen die Behörden zu Kratom?
Sowohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnen ausdrücklich vor dem Vapen von Kratom. Kratom ist weder als Arzneimittel noch als Lebensmittel zugelassen. Es gibt keine gesicherten Daten zu Sicherheit oder Wirksamkeit. Einen detaillierten Überblick über die aktuelle Rechtslage findest du hier: Kratom Status in Deutschland 2026.
Häufige Fragen zu Kratom Vapes
Funktionieren Kratom Vapes überhaupt?
Nein. Die Alkaloide Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin sind extrem hitzeempfindlich und werden bei Vape-Temperaturen über 200 °C größtenteils zerstört. Was bleibt, sind unbekannte Rückstände und Lösungsmittel-Reste – ein Vape liefert daher keinen sinnvollen Effekt.
Sind Kratom Vapes gefährlich?
Ja. Um Kratom in Liquid-Form zu bringen, sind chemische Lösungsmittel nötig, die beim Erhitzen toxisch werden können. Die EVALI-Welle in den USA (2019) zeigt, wie ernst die Gefahr unregulierter Vape-Produkte sein kann.
Was ist EVALI?
EVALI steht für E-Cigarette or Vaping Product Use-Associated Lung Injury – eine 2019 in den USA dokumentierte Welle schwerer Lungenverletzungen, ausgelöst durch Zusatzstoffe in Vape-Liquids wie Vitamin-E-Acetat. Tausende Menschen wurden hospitalisiert, Dutzende starben.
Warum verkaufen manche Shops trotzdem Kratom-Vapes?
Reine Trend-Vermarktung. Vapes sind populär, also versuchen manche Anbieter, jedes Produkt in dieser Form zu verkaufen – auch wenn die chemischen und thermischen Eigenschaften (wie bei Kratom) dagegen sprechen. Wir bei Kratomheld bieten ausdrücklich keine Kratom-Vapes an.
Wie sehen Behörden das Vapen von Kratom?
Sowohl das BfArM als auch das BfR warnen ausdrücklich vor dem Vapen von Kratom. Es gibt keine gesicherten Daten zu Sicherheit oder Wirksamkeit – und keine Zulassung als Arznei- oder Lebensmittel.
Fazit – Kein Kratom Vape, kein Kratom Konsum
Die Idee, Kratom zu vapen, ist technisch unausgereift und gesundheitlich bedenklich. Auch abseits des Vapens bestehen erhebliche Risiken beim Verschlucken von Kratom: Suchtpotenzial, Leberprobleme, Wechselwirkungen mit Medikamenten und psychische Auswirkungen sind nur einige der bekannten Nebenwirkungen. Aus medizinischer Sicht gibt es derzeit keine Empfehlung für die Verwendung von Kratom – weder oral noch als Vape. Der Konsum sollte daher grundsätzlich unterlassen und das Kratom ausschließlich als Farbstoff verwendet werden. Mehr über bekannte Risiken erfährst du in unserem Artikel: Kratom Nebenwirkungen – Was du wissen solltest.


