Welche Kratom Sorten (Strains) gibt es?
Hauptsächlich wird in der Kratom Welt zwischen den drei Hauptsorten, nämlich Rot, Grün und Weiß unterschieden. Anders als man es zuerst annehmen würde, bezieht sich der Name der Sorten nicht nur ausschließlich auf die Farbe des Endprodukts, sondern unter Umständen auch auf die Venenfarbe der Kratomblätter während der Ernte.
Wer sich für die Botanik des Kratom-Baums interessiert, findet alles Wissenswerte in unserem Artikel: Mitragyna Speciosa – Der Kratombaum im Detail
Den unterschiedlichen Sorten werden von Nutzern verschiedene Eigenschaften zugeschrieben. So eignet sich beispielsweise grünes Kratom für das Malen von energiegeladenen Bildern, während rotes Kratom eher für ruhige und sanfte Bildmotive verwendet werden kann. Am Ende dieses Beitrages findest du nochmal eine genauere Unterscheidung der drei Hauptsorten. Hier findest du eine Übersicht über alle unsere Kratom Sorten.

Worin unterscheiden sich Kratom Sorten (Strains) bei der Herstellung?
Zunächst werden die Kratom Blätter von den Bauern geerntet. Anders als Laubbäume in Deutschland wächst der Kratombaum im Regenwald das ganze Jahr hindurch und im Regelfall können alle vier Wochen erntereife Blätter geerntet werden. Die Blätter können bei der Ernte in unterschiedlichen Wachstumsstadien sein. Im jungen Wachstumsstadium weisen die Blätter des Kratombaums rote Venen auf, diese sind aber nur teils für die Ernte geeignet. Mit zunehmenden Alter und Wachstum der Blätter nimmt die rote Färbung immer mehr ab, bis sie schließlich in ein Grün übergeht. Ein erntereifes Blatt besitzt in der Regel keine roten Venen mehr.
Der Unterschied in der Farbe des Endprodukts Kratom, so wie wir es kennen, entsteht ausschließlich durch die Art der Trocknung, beziehungsweise der Fermentierung. Nach der Ernte werden die Blätter zunächst gesammelt und anschließend entweder in der Sonne oder in großen Trocknungshütten, ähnlich wie sie bei der Tabakverstellung eingesetzt werden, getrocknet. Durch die Trocknung der Blätter erhält man nach dem Mahlen ein grünes Pulver. (Quelle: Alkaloid biosynthesis in medicinal crop kratom (Mitragyna speciosa) varies with postharvest, genetic, and seasonal factors – PMC / National Library of Medicine)
Auch der Mahlgrad beeinflusst die Eigenschaften des Endprodukts erheblich. Mehr dazu lest ihr hier: Kratom Mahlgrad – Wie die Feinheit der Mahlung Kratom beeinflusst
Neben der Trocknung können die Blätter auch fermentiert werden. Hierzu wird meist ein Sack frischer Blätter mit Plastikfolie eng zu einem Ball zusammengebunden und in der Sonne stehen gelassen. Die Blätter verlieren durch die Fermentierung ihre grüne Farbe, das Endprodukt hat eine braun-rötliche Farbe. Je nach Standort, Boden, Jahreszeit und Verarbeitung besitzt das Kratom unterschiedliche Eigenschaften. Im nächsten Abschnitt werden diese unterschiedlichen Eigenschaften genauer erläutert.
Welchen Einfluss Klima und Wetter auf die Qualität von Kratom haben, erfahrt ihr in unserem Artikel: Kratom Potenz – Auswirkung von Klima und Wetter auf Kratom
Welche unterschiede gibt es bei Kratom Sorten (Strains)?
Rotes Kratom – Wurden die Kratom Blättter nach der Ernte fermentiert, besitzt das Kratompulver eine braun-rötliche Farbe. Die roten Kratom Sorten (Strains) werden von Nutzern häufig verwendet, um entspannte Bildmotive zu malen. Hier findest du unsere roten Kratom Sorten. (Quelle: Examining the Psychoactive Differences between Kratom Strains – PMC / International Journal of Environmental Research and Public Health)
Grünes Kratom – Wurden die Kratom Blätter nach der Ernte getrocknet, besitzt das Kratompulver eine grüne Farbe. Grüne Kratom Sorten (Strains) eignen sich gut für das Malen von energetischen Bildmotiven. Zudem sorgt sie im Bild für eine positive und aufgehellte Stimmung. Hier findest du unsere grünen Kratom Sorten.
Weißes Kratom – Weiße Kratom Sorten sind in der Regel eine Mischung aus grünen und roten Kratom Sorten. Weißes Kratom verbindet also die Eigenschaften von rotem sowie grünem Kratom. Hier findest du unsere weißen Kratom Sorten.
Gibt es auch gelbes und goldenes Kratom?
Neben den drei Hauptsorten Rot, Grün und Weiß findet man gelegentlich auch gelbes (Yellow) und goldenes (Gold) Kratom. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Venenfarbe – gelbe und goldene Sorten werden durch spezielle, verlängerte Fermentierungs- und Trocknungsverfahren hergestellt. Häufig werden dafür rote und grüne Blätter kombiniert oder einzelne Chargen besonders lange fermentiert. Das Ergebnis ist ein Pulver mit einer gelblich-goldenen Farbe und Eigenschaften, die zwischen denen von rotem und grünem Kratom liegen. Yellow und Gold Kratom sind weniger verbreitet als die drei Hauptsorten, erfreuen sich aber wachsender Beliebtheit unter erfahrenen Nutzern.
Was bedeuten die Herkunftsbezeichnungen?
Neben der Farbbezeichnung tragen viele Kratom-Sorten auch einen Herkunftsnamen – etwa „Bali”, „Borneo”, „Thai” oder „Maeng Da”. Diese Namen beziehen sich auf die Region, in der das Kratom angebaut wurde, oder auf eine bestimmte Tradition der Verarbeitung. Da Kratom in verschiedenen Regionen Südostasiens unter unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen wächst, können sich die Eigenschaften je nach Herkunft unterscheiden. Der Boden, die Niederschlagsmenge, die Sonneneinstrahlung und die Höhenlage beeinflussen die Zusammensetzung der im Blatt enthaltenen Alkaloide – und damit auch die Farbtöne, die sich aus dem Pulver gewinnen lassen.
„Maeng Da” ist dabei eine Sonderbezeichnung, die ursprünglich aus Thailand stammt und grob übersetzt „starker Stier” bedeutet. Maeng Da-Sorten gelten als besonders kräftig in ihrer Farbgebung und werden häufig aus einer Selektion der besten Blätter hergestellt.
Eine besonders interessante Herkunftsregion ist Jongkong in Borneo – mehr dazu erfahrt ihr in unserem Artikel: Jongkong Kratom – Was genau ist Jongkong und warum ist es besonders?
Warum variiert Kratom von Charge zu Charge?
Da Kratom ein reines Naturprodukt ist, kann es von Charge zu Charge leichte Unterschiede in Farbe, Feinheit und Geruch geben. Dies ist völlig normal und hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Jahreszeit der Ernte, den Wetterbedingungen während der Wachstumsphase, dem Alter der geernteten Blätter sowie der genauen Dauer und Methode der Trocknung bzw. Fermentierung. Auch der Boden, auf dem der Kratombaum wächst, beeinflusst die Zusammensetzung des Endprodukts. Studien haben gezeigt, dass selbst innerhalb derselben Plantage Schwankungen im Alkaloidgehalt auftreten können. Diese natürliche Variabilität ist ein Qualitätsmerkmal und unterscheidet Kratom von synthetisch hergestellten Produkten. (Quelle: Variations in mitragynine content in the naturally growing Kratom population of Thailand – PMC / National Library of Medicine)
Um die Qualität eures Kratoms möglichst lange zu erhalten, empfehlen wir euch unsere Tipps zur richtigen Aufbewahrung: Kratom kaufen und richtig lagern
Ihr seid neu bei Kratom und wisst noch nicht, welche Sorte am besten zu euch passt? Dann empfehlen wir euch unsere Kratom Probiersets – Alle Kratom-Neulinge aufgepasst!










